Freitag, 18. April 2014

Gestern, Donnerstag, 17.4.2014


Unsere letzte Nacht in Auckland haben wir, d.h. Elke, in „Angst und Schrecken“ verbracht... Vor dem letzten Cyclon „Lusi“ wurde sooooo ausführlich gewarnt, dass wir uns in Sicherheit gebracht hatten, aus dem möglicherweise schlimm wackelnden Camper in eine „festere Behausung“ (tibet. Zentrum). Und ja, es hat geregnet und gestürmt und geschüttelt.
Vor diesem Sturm hat keiner was gesagt. Bis Elke wach wurde und die alten Nadelbäume, (die Kurt schon vor 30 Jahren oder so fällen wollte!) mit ihren ausladenden mannsdicken Ästen wild vorm und am Fenster herumwedelten und beängstigende, unangenehme Kratzgeräusche hinterließen. Aus dem großen Fenster konnte die nun wache Elke die vielleicht 50m hohen Bäume sich den Böen ausliefern sehen und sah sie „KRACH“ aufs Haus und mitten auf unser Bett fallen. „Anke, ANKE – ich glaube wir sollten auf´s Sofa umziehen, das ist wenigstens am anderen Ende vom Haus!“ Anke:„Mh-mhhh.“ Ankes Gemurmel war zu entnehmen, dass sie das Umziehen übertrieben unnötig hielt. Das einzige, das Elke nicht ganz verrückt werden ließ war, dass Kurt nicht beunruhigt ´rüberkam. Dabei hatte er gerade letzte Tage selber gesagt, dass er manchmal befürchtet, dass bei einem Sturm die Bäume auf´s Haus krachen könnten. Elke wachte die Nacht, Anke schlief dann auch nicht mehr, da sie auf das unruhige Atmen von Elke lauschte.
Es wurde hell, draußen schien die Welt unter zu gehen. Was für ein Sturm. Weiteres im Bett herum liegen war zwecklos. Beim aus dem Fenster gucken entdeckte Elke den Beweis und wahrscheinlich den Auslöser der Unruhe: Ein ziemlich großer Baum war abgebrochen. Als die Senioren-Flat-Mates wach wurden, waren sie erstaunt: Ach ja, ein Sturm..., sie hatten nichts gehört. Kurt hatte Stöpsel in den Ohren... In den Nachrichten wurden überflutete, gesperrte Straßen gezeigt, Stromausfälle, umgeknickte Bäume – die Feuerwehr fuhr dauernd. Als Kurt jedoch den abgebrochenen Baum sah, der auf seinem Grundstück stand, ging er gleich im kanllgelben Ostfriesennerz (oder vielleicht war es ein dänischer Wikingernerz – Kurt, viel Spaß mit der googleÜbersetzung ;-)  ´raus um zu schauen, ob er vielleicht auf Nachbars Dach liegt. Ne, genau richtig in eine Lücke gefallen.
Noch kurz waren wir besorgt um unseren Flug, aber nein, bis abends sollte sich der Sturm beruhigt haben. Und tatsächlich, schon so gegen 14Uhr saßen wir bei strahlendem Sonneschein draußen. Als sei nichts gewesen. Inselwetter ...
Kurt und Carol bestätigten erneut, dass so ein „Hurrican“ um diese Jahreszeit normal ist.
Unserem Abflug stand nichts mehr im Wege – also dachten wir...
Die lückenlos kurz über 23kg gepackten Gepäckstücke und leicht, ähm also viel zu übergewichtigen Handgepäcke (aber die werden ja nie gewogen, schon gar nicht von Air New Zealand, auch laut Kurt) und wir wurden zum Flughafen gefahren. Kurt wünschte uns viel Glück mit dem Gepäck („should I wait, just in case J“) Nein, nein. Ein letzter Abschied. (Kurt und Carol: Auch auf diesem Wege noch einmal „Danke ihr lieben Neuseeland-Eltern“. @Kurt: Bitte dringend an Carol weiterleiten!!!)
Dann kamen wir in den völlig neuen Selbst-Eincheckbereich von Air New Zealand. Weil Elke ausversehen bei „Dangerous goods“ yes gedrückt hatte, begann die erste Verzögerung. Beim Handgepäck wiegen die zweite! (Waagen standen im Weg...) 13kg und 9,5kg bei 7 erlaubten waren zuviel. Also: Handgepäck Sachen raus, zum wiegen hin, „ok gecheckt“, label dran – um die nächste Ecke – Sachen wieder rein J Hä, das war ja einfach. Auf zur Passkontrolle: Nächstes Mal Handgepäck wiegen. Neee,ne, was jetzt? „Ähmmm, there is a Computer in it, we bought nuts an Chocolade, Yes of course there is a Camera – alles was uns als Ausrede einfiel half nicht wirklich. Elke: „We are not doing this again, we got the label!!!“ und wir durften gehen. Puh. Beim Durchleuchten die Frage, ob wir einen großen Stein im Handgepäck hätten? Ne, viele kleine ...J Und der große aus der Jackentasche... Dieser Kontrolleur fand das sichtlich amüsant. Geschafft, wir waren durch. Also dachten wir erneut. Beim gemütlichen ´rumwarten beim Check-In kam eine freundliche Dame:“Jeder nur ein Handgepäck bitte: today strict weight restrictions in the cabin.“ Anke: ein trolley, ein kleiner Rucksack, Gitarre und Ukulele auf dem Rücken. Elke: viel zu schwerer „kleiner Rucksack“, Kameratasche, Handtasche, Brustbeutel, Papiertüte aus Duty free, Jacke mit Stein und Büchern überm Arm. Ach du Scheiße. Und jetzt??? Da wir gerade mit Mama-Renate zum Geburtstag telefonierten bekamen wir Verständnis und Aufschub. Dann: Elkes manchmal, hier besonders überschießendes Durchsetzungsvermögen! waren sehr von Vorteil. Ein kurzer Schreck nur, als die Dame sagte: If you don´t want that you are not flying today! Also „nur“ Ankes Instrumente mussten ins Sperrgepäck. (Anke: Schluck...)
Dass dann in den Overheadlockern doch noch ganz viel Platz und unser vegetarisches Essen nicht vorhanden war, sowie der Hinweis dass es wegen des Sturm „bumpy“ werden könne – konnte uns nicht weiter aufregen. Wir haben einen schönen Film geguckt.

Hier ein wichtiger Hinweis vom Abo-Service des Reisemagazins:
Aufgrund erster Zuschriften wegen Befürchtungen baldiger automatischer Abobeendigung hat dieser Blog Überlänge. (Katja, wir denken über mögliche Fortsetzung nach ;-)

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