Unsere letzte Nacht in
Auckland haben wir, d.h. Elke, in „Angst und Schrecken“ verbracht... Vor dem
letzten Cyclon „Lusi“ wurde sooooo ausführlich gewarnt, dass wir uns in
Sicherheit gebracht hatten, aus dem möglicherweise schlimm wackelnden Camper in
eine „festere Behausung“ (tibet. Zentrum). Und ja, es hat geregnet und gestürmt
und geschüttelt.
Vor diesem Sturm hat keiner
was gesagt. Bis Elke wach wurde und die alten Nadelbäume, (die Kurt schon vor
30 Jahren oder so fällen wollte!) mit ihren ausladenden mannsdicken Ästen wild
vorm und am Fenster herumwedelten und beängstigende, unangenehme Kratzgeräusche
hinterließen. Aus dem großen Fenster konnte die nun wache Elke die vielleicht
50m hohen Bäume sich den Böen ausliefern sehen und sah sie „KRACH“ aufs Haus
und mitten auf unser Bett fallen. „Anke, ANKE – ich glaube wir sollten auf´s
Sofa umziehen, das ist wenigstens am anderen Ende vom Haus!“ Anke:„Mh-mhhh.“
Ankes Gemurmel war zu entnehmen, dass sie das Umziehen übertrieben unnötig
hielt. Das einzige, das Elke nicht ganz verrückt werden ließ war, dass Kurt
nicht beunruhigt ´rüberkam. Dabei hatte er gerade letzte Tage selber gesagt,
dass er manchmal befürchtet, dass bei einem Sturm die Bäume auf´s Haus krachen
könnten. Elke wachte die Nacht, Anke schlief dann auch nicht mehr, da sie auf
das unruhige Atmen von Elke lauschte.
Es wurde hell, draußen
schien die Welt unter zu gehen. Was für ein Sturm. Weiteres im Bett herum
liegen war zwecklos. Beim aus dem Fenster gucken entdeckte Elke den Beweis und
wahrscheinlich den Auslöser der Unruhe: Ein ziemlich großer Baum war
abgebrochen. Als die Senioren-Flat-Mates wach wurden, waren sie erstaunt: Ach
ja, ein Sturm..., sie hatten nichts gehört. Kurt hatte Stöpsel in den Ohren...
In den Nachrichten wurden überflutete, gesperrte Straßen gezeigt,
Stromausfälle, umgeknickte Bäume – die Feuerwehr fuhr dauernd. Als Kurt jedoch
den abgebrochenen Baum sah, der auf seinem Grundstück stand, ging er gleich im
kanllgelben Ostfriesennerz (oder vielleicht war es ein dänischer Wikingernerz –
Kurt, viel Spaß mit der googleÜbersetzung ;-) ´raus um zu schauen, ob er vielleicht auf Nachbars Dach
liegt. Ne, genau richtig in eine Lücke gefallen.
Noch kurz waren wir besorgt
um unseren Flug, aber nein, bis abends sollte sich der Sturm beruhigt haben.
Und tatsächlich, schon so gegen 14Uhr saßen wir bei strahlendem Sonneschein
draußen. Als sei nichts gewesen. Inselwetter ...
Kurt und Carol bestätigten
erneut, dass so ein „Hurrican“ um diese Jahreszeit normal ist.
Unserem Abflug stand nichts
mehr im Wege – also dachten wir...
Die lückenlos kurz über 23kg
gepackten Gepäckstücke und leicht, ähm also viel zu übergewichtigen Handgepäcke
(aber die werden ja nie gewogen, schon gar nicht von Air New Zealand, auch laut
Kurt) und wir wurden zum Flughafen gefahren. Kurt wünschte uns viel Glück mit
dem Gepäck („should I wait, just in case J“) Nein, nein. Ein letzter Abschied. (Kurt und Carol: Auch auf diesem
Wege noch einmal „Danke ihr lieben Neuseeland-Eltern“. @Kurt: Bitte dringend an
Carol weiterleiten!!!)
Dann kamen wir in den völlig
neuen Selbst-Eincheckbereich von Air New Zealand. Weil Elke ausversehen bei
„Dangerous goods“ yes gedrückt hatte, begann die erste Verzögerung. Beim
Handgepäck wiegen die zweite! (Waagen standen im Weg...) 13kg und 9,5kg bei 7
erlaubten waren zuviel. Also: Handgepäck Sachen raus, zum wiegen hin, „ok
gecheckt“, label dran – um die nächste Ecke – Sachen wieder rein J Hä, das war ja einfach. Auf zur Passkontrolle:
Nächstes Mal Handgepäck wiegen. Neee,ne, was jetzt? „Ähmmm, there is a Computer
in it, we bought nuts an Chocolade, Yes of course there is a Camera – alles was
uns als Ausrede einfiel half nicht wirklich. Elke: „We are not doing this
again, we got the label!!!“ und wir durften gehen. Puh. Beim Durchleuchten die
Frage, ob wir einen großen Stein im Handgepäck hätten? Ne, viele kleine ...J Und der große aus der Jackentasche... Dieser
Kontrolleur fand das sichtlich amüsant. Geschafft, wir waren durch. Also
dachten wir erneut. Beim gemütlichen ´rumwarten beim Check-In kam eine
freundliche Dame:“Jeder nur ein Handgepäck bitte: today strict weight
restrictions in the cabin.“ Anke: ein trolley, ein kleiner Rucksack, Gitarre
und Ukulele auf dem Rücken. Elke: viel zu schwerer „kleiner Rucksack“, Kameratasche,
Handtasche, Brustbeutel, Papiertüte aus Duty free, Jacke mit Stein und Büchern
überm Arm. Ach du Scheiße. Und jetzt??? Da wir gerade mit Mama-Renate zum Geburtstag
telefonierten bekamen wir Verständnis und Aufschub. Dann: Elkes manchmal, hier
besonders überschießendes Durchsetzungsvermögen! waren sehr von Vorteil. Ein
kurzer Schreck nur, als die Dame sagte: If you don´t want that you are not
flying today! Also „nur“ Ankes Instrumente mussten ins Sperrgepäck. (Anke:
Schluck...)
Dass dann in den
Overheadlockern doch noch ganz viel Platz und unser vegetarisches Essen nicht
vorhanden war, sowie der Hinweis dass es wegen des Sturm „bumpy“ werden könne –
konnte uns nicht weiter aufregen. Wir haben einen schönen Film geguckt.
Hier ein wichtiger Hinweis
vom Abo-Service des Reisemagazins:
Aufgrund erster Zuschriften
wegen Befürchtungen baldiger automatischer Abobeendigung hat dieser Blog
Überlänge. (Katja, wir denken über mögliche Fortsetzung nach ;-)
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