Dienstag, 29. April 2014

Das war Aitutaki

Unsere Unterkunft hieß "Samade on the beach" für die,die uns ganz genau verfolgen. Eins der wenigen Orte auf Aitutaki, wo man dirket an der Lagune wohnen kann. Alle anderen anderen Hotels sind zur Außenseite der Insel, also zum Riff. D.h. lautes Wellenrauschen, high tide und low tide, Korallen, Seeigel und stonefish, auf die man nicht drauftreten möchte. Da waren wir ganz glücklich mit unserer großen Badewanne. Da gab es nur Seegurken aller Art, auf die möchte man auch nicht treten aber das ist wenigstens nicht gleich lebensgefährlich.  Anke
hat das standup-paddeling für sich entdeckt, wir sind mit dem Kanu um die Sandbank gefahren oder haben auf dem Wasser gelegen.
Hier haben wir uns in das teuerste Hotel der Insel für einen Kaffee eingekauft. Auch schön, aber es gibt so viele Etikette, da waren wir im Hotel bei Papa Thomas ganz gut aufgehoben. Nur gab´s da keinen real Coffee, weil nur eine Stromleitung. Dann muss man sich entscheiden: Kaffeemaschine oder Kühlgeräte. Also: Nescafe zum Auflösen...
Auf der anderen Seite der Insel, ca. 10km entfernt, war die "town". Bei 30-40km/h mit dem Roller wird das fast zu einem Tagesausflug. Vor allem, wenn man die town als solche nicht erkennt und vorbeifährt. Dieses hier war auf jeden Fall der wichtigste Laden am Ort. Es gab so ziemlich alles was man brauchen könnte, nichts spezielles aber z.B. Kekse. Da hier vor einem Monat ein Cyclon die Insel verwüstet hat,gibt es nur sehr ausgewählt Obst und Gemüse, welches steht tätglich auf dem Schild.
Und wer chicken möchte fängt sich eins, davon
laufen auf der Insel genug herum. Da wir nun endlich einen fahrbaren Untersatz hatten, konnten wir uns auch auf weitere Inselerkundung begeben. Da am Tag des Ausleihens Feiertag war und die Polizei keine Führerscheine abnahm, haben wir den Roller ohne CookIsland-Führer-schein bekommen. Also, auf die KArte geguckt und los. Die Straßen waren unterschieden in geteert und gravel. Wir landeten öfter im Nichts, was wohl nicht an Elkes Kartenlesenkönnen lag, sondern daran, dass ungeteerte Straßen auch aus Gras bestehen können... Wenn das Gras dann gar
zu hoch wurde, sind wir doch gelaufen :-)Schön auch wie Anke am zweiten Tag Rollerfahren sagte:"Früher bin ich immer um die Kokospalm-blätter drumherumgefahren." Elke saß hinten mit Schweißaubrüchen oder Augen zu und wenn es dann doch zu steil oder schotterig wurde ist sie gelaufen. Hier hinten auf dem Roller mitzufahren - eine echte Herausforderung für jemanden, die zuHause immer mit kompletter Schutzkleidung Motorrad fährt. So ist Anke dann auch alleine in den Graben gefahren und wir sind beide mit einem Schrecken davon gekommen... Und  wie sie sagt das auch nur, "weil ich die Richtung vom Gas verwechselt habe - ich habe es ja nicht so mit Richtungen." (Paul, ich finde wir sollten noch einmal darüber nachdenken, ob deine Mutter einen Motorradführerschein machen "darf".)
 Für alle die sich Gedanken darüber machen wo und wie sie beerdingt werden möchten: Hier darf das die Familie entscheiden und die meisten Gräber sind im Vorgarten.
Ein hoher Feiertag - ANZAC-Day. Es werden die geehrt, die in den Krieg gezogen sind. Sehr ernsthaft und das ganze Dorf ist da.  Und die alten Offiziere haben sich gefreut, dass schon die Kleinsten Uniformen tragen und sich vor ihnen verbeugen.
Nachdem wir also in der Kirche waren, die Parade bestaunt haben und uns die ewigen Reden in wahnsinnsHitze angehört hatten, gab es ein Buffet. Für das ganze Dorf. Man fragt sich noch, wie soll das reichen...  Soviel Essen auf einem Tisch hatten wir noch nie gesehen. Und es war noch was übrig.
 So kamen wir auch endlich mal dazu das wirklich local food zu essen. Papaya-Pumkin-oder auch Bananen-Glibber, ganz typsich. Kostet etwas Überwindung es zu essen, schmeckte aber ganz gut.
Diese netten Damen hatten uns um´s Buffett geführt und wir haben dann gemeinsam gegessen. Ganz rechts, Tutae, eine pensionierte Lehrerin, die uns später noch ihren Garten zeigte.
Schön auch, wie Elke aus dem Blumenkübel Portulak pflückte und so gab es wenigstens etwas Salat auf unserem Teller. Die "locals" konnten kaum glauben, dass ihr Unkraut, gegen das sie in ihren Gärten ankämpfen, essbar ist.  Wir haben ein sehr fröhliches, interessantes gemeinsames Essen gehabt.
Und dann war sie zuende, unsere Aitutaki Woche. Noch einmal in unsere Liegestühle am Wasser - ja, es war wirklich sehr relaxing hier. Das hatten uns alle so prophezeit. Aber es gibt auf diesem Inselchen auch wirklich nichts zu tun als Nichts.
Und nochmal so ein Foto, weil es so schön ist.

Wir werden nun noch 4mal schlafen, dann machen wir uns auf den Weg nach Hause!

Bis sehr bald!

Elke und Anke

Donnerstag, 24. April 2014

Kia Orana










Aloha, ach ne, das wäre Hawai - Führerschein 2,50$, gilt für ein Jahr – ca. 45Grad im Kleiderschrank – fliegende Fische in der sehr großen Badewanne – irgendwann müssen sie ja  auch mal kreissägen... – Seegurke, nicht grün, schmeckt wie Auster, kaut sich wie Tintenfisch – One Foot Island heißt richtig One footprint Island – „The chicken on the island belong to everyone. They feed themselves. You can catch one if you want, but if you want to eat it you have to kill it yourself!“ – Anke beim Paddeln um die kleine Insel: „Ich glaube wir haben uns verfahren!“ (Marcus, ist dem, also ihr, noch zu helfen???) Außerdem Feststellung nach über der Hälfte des „Weges“ „Paddel richtig ´rum gehalten bringt schneller vom Fleck.“ – Moskitos stechen hier auch tagsüber, sogar in der prallen Sonne; eigentlich nur Elke – Klimaanlage auf 22Grad = Kühlschrank – „If George and his friends are coming, don´t be afraid, the are our friends.“ Zum schöneren Schnorchelerlebnis wurden sie mit Fischgerippe (dahin geht also der Rest unseres hervorragenden Yellow Finned Tuna von gestern Abend) gefüttert. Als der eine den Kampf gewann und den riesen Kopf zermalmte wurde es doch kurz mulmig.

Es hat gedonnert und war heute sehr schwül warm. Links wird es sehr schwarz – es wird gleich regnen. (vorne hat es geblitzt – ach so, ohne wird das Foto nix...)

Falls es Fragen zum obigen Text gibt, wir sind alle paar Tage per Mail zu erreichen  – aber ja  auch bald wieder da.

Mit lieben Grüßen von Elke und Anke

(Wie uns angekündet wurde ist das Intenet hier auf Aitutaki seeeehr langsam. Wahrscheinlich melden wir uns erst ab nächste Woche wieder von Rarotonga)

Montag, 21. April 2014

Osterei-Erastz

Obwohl so ein heiliger Feiertag, äußerlich kein Ostern zu erkennen. Kein Ei, kein Hase, keine Schokolade, nix dergleichen. Nicht mal beim Frühstück haben wir eins gefunden.
Aber dann sind sie uns wundersamerweise vor die Füße geschwemmt worden und wir konnten am Strand unserer üblichen Strandtätigkeit nachgehen. Gucken, finden, für schön befinden und aufsammeln. (Ja, ja, das Gepäckgewicht... Wir verbrauchen ja noch Haarschampoo, Körpermilch, essen Müsliriegel, lassen Schuhe hier und sortieren noch einmal die nicht ganz so schönen Strandeier wieder aus ;-)

Heute morgen haben wir ein wenig Ostern in der Kirche gefunden. Mit großem Gesang, ostereinestartigen Hüten und ernsthafter, langwieriger Predigt. Plötzlich alles vorbei, die letzte Beamerinformation an der Wand heiß: Vesper. Für die Nichtrorotonganer und –süddeutschen: Vesper bedeutet so was wie Imbiss. Wir waren eingeladen ein wenig zu essen und zu plaudern. Fast hätten wir vergessen zu erwähnen, dass es wieder sehr leckere „Südfrüchte“ gab, so wie jeden morgen bei unserem Frühstücksbuffet. Am Baum gereifte Papayas, Sternfrüchte, Mandarinen und Melonen (die natürlich nicht vom Baum!).

Auf dem Rückweg am Strand gab es frisches Kokoswasser. Wieder von Anke mit aller Kraft aufgebrochen. Selbst der Hund beobachtete das Geschehen beeindruckt.


Mit lieben Ostergrüßen von Elke und Anke

Sonntag, 20. April 2014

ANTICLOCKWISE? - Last one 12.30, under the bis tree!

Busfahren auf Rarotonga – ganz einfach! Entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn. Wenn der eine voll an einem vorbeifährt und auf der anderen Straßenseite ein leerer gesehen wurde ist, muss man nur noch ein wenig warten und bald kommt einer. Eine Fahrt kostet 5$, egal ob einen Kilometer oder einmal um die Insel herum, das wären 32km. So haben wir uns heute zum Samstagsmarkt fahren lassen. Großer Trouble, das Event der Woche. Für die Einheimischen um Dinge zu verkaufen, für die Touristen um Dinge zu kaufen. Und auf einer Bühne eine kulturelle Show, also hauptsächlich Tänze. Sieht ja im ersten Moment sehr nach Touristenshow aus, aber es ist auch das kulturelle Erbe der Polynesier. Schnelle Trommelrhythmen und fliegende Baströcke. 

Ein schöner Einblick und strahlende Gesichter. Im Bus dann weiter einmal die Insel umrundet bis vor die Haustür unseres Resorts. Ein wenig schnorcheln (nicht viel zu sehen, weil Flut und aller Sand aufgewirbelt), ein wenig vorbräunen am Pool (jaha, sogar Elke hat länger als 10min ausgehalten), damit die Haut ab Montag in der Lagune von Aitutaki beim schnorcheln die Sonne auf dem Rücken besser verträgt, ein wenig aufs Meer gucken mit dem vom Haus geschenkten Cocktail. 

 
 










Morgen gehen wir in die katholische Messe. Für alle die Lust haben die Kultur der Insel kennen zulernen scheinbar ein Muss. Au ja, wir freuen uns auf Singen und Tanzen der fröhlichen Menschen hier.
Morgen Abend haben wir dann schon wieder gepackt, nehmen nur das Gepäck für 7 Tage mit (Handgepäck nur 3 Kilo J Wenn man die kleinen Maschinchen fliegen sieht, weiß man auch warum) und fliegen 45min weiter. Aitutaki hat „the world´s most beautiful lagoon“. Wir sind gespannt. Immer wenn wir erwähnen, dass wir dort hin fliegen zeigen sich die Menschen begeistert. Es scheint wirklich ein wundervoller Platz zu sein. 




Freitag, 18. April 2014

Heute, Donnerstag, 17.4.2014

(Übrigens Postnummer 100!!!)

Über die Datumsgrenze geflogen und der 17.4. beginnt von Vorne (und täglich grüßt das Murmeltier). Ab dem Moment sind wir nun immer 12 Stunden „hinter“ deutscher Zeit (und 22 hinter neuseeländischer, hä, kann das sein?)
Mitten in der Nacht im Club Raro angekommen, völlig übermüdet irgendwie geschlafen. Dass wir nun in einem poolside-guestroom wohnen, anstelle von gestern Nacht im standard-guestroom (also für uns emfpunden einem streetside-guestroom) haben wir einem weiteren Akt von Elkes wirkungsvoller Durchsetzungskraft zu verdanken... ;-)
Hier in Rarotonga ist Südsee wie aus dem Katalog. Der Strand besteht aus Korallenriffabbrüchen, ist weiß, am Rand saftig grüne Kokosnusspalmen, das Wasser azurblau. Da Elke heute mal keine Kamera am Strand dabei hatte, gibt es nun kein Foto, wie Anke mit bloßen Händen (und den Strandsteinen) eine Kokosnuss geöffnet hat und wie wir mit offenen Mündern unter der tropfenden Nuss stehen.
Hier ein Eindruck von früher am Tag:



Frohe Ostern wünschen wir aus dem Pazifischen Ozean!
Elke und Anke

Gestern, Donnerstag, 17.4.2014


Unsere letzte Nacht in Auckland haben wir, d.h. Elke, in „Angst und Schrecken“ verbracht... Vor dem letzten Cyclon „Lusi“ wurde sooooo ausführlich gewarnt, dass wir uns in Sicherheit gebracht hatten, aus dem möglicherweise schlimm wackelnden Camper in eine „festere Behausung“ (tibet. Zentrum). Und ja, es hat geregnet und gestürmt und geschüttelt.
Vor diesem Sturm hat keiner was gesagt. Bis Elke wach wurde und die alten Nadelbäume, (die Kurt schon vor 30 Jahren oder so fällen wollte!) mit ihren ausladenden mannsdicken Ästen wild vorm und am Fenster herumwedelten und beängstigende, unangenehme Kratzgeräusche hinterließen. Aus dem großen Fenster konnte die nun wache Elke die vielleicht 50m hohen Bäume sich den Böen ausliefern sehen und sah sie „KRACH“ aufs Haus und mitten auf unser Bett fallen. „Anke, ANKE – ich glaube wir sollten auf´s Sofa umziehen, das ist wenigstens am anderen Ende vom Haus!“ Anke:„Mh-mhhh.“ Ankes Gemurmel war zu entnehmen, dass sie das Umziehen übertrieben unnötig hielt. Das einzige, das Elke nicht ganz verrückt werden ließ war, dass Kurt nicht beunruhigt ´rüberkam. Dabei hatte er gerade letzte Tage selber gesagt, dass er manchmal befürchtet, dass bei einem Sturm die Bäume auf´s Haus krachen könnten. Elke wachte die Nacht, Anke schlief dann auch nicht mehr, da sie auf das unruhige Atmen von Elke lauschte.
Es wurde hell, draußen schien die Welt unter zu gehen. Was für ein Sturm. Weiteres im Bett herum liegen war zwecklos. Beim aus dem Fenster gucken entdeckte Elke den Beweis und wahrscheinlich den Auslöser der Unruhe: Ein ziemlich großer Baum war abgebrochen. Als die Senioren-Flat-Mates wach wurden, waren sie erstaunt: Ach ja, ein Sturm..., sie hatten nichts gehört. Kurt hatte Stöpsel in den Ohren... In den Nachrichten wurden überflutete, gesperrte Straßen gezeigt, Stromausfälle, umgeknickte Bäume – die Feuerwehr fuhr dauernd. Als Kurt jedoch den abgebrochenen Baum sah, der auf seinem Grundstück stand, ging er gleich im kanllgelben Ostfriesennerz (oder vielleicht war es ein dänischer Wikingernerz – Kurt, viel Spaß mit der googleÜbersetzung ;-)  ´raus um zu schauen, ob er vielleicht auf Nachbars Dach liegt. Ne, genau richtig in eine Lücke gefallen.
Noch kurz waren wir besorgt um unseren Flug, aber nein, bis abends sollte sich der Sturm beruhigt haben. Und tatsächlich, schon so gegen 14Uhr saßen wir bei strahlendem Sonneschein draußen. Als sei nichts gewesen. Inselwetter ...
Kurt und Carol bestätigten erneut, dass so ein „Hurrican“ um diese Jahreszeit normal ist.
Unserem Abflug stand nichts mehr im Wege – also dachten wir...
Die lückenlos kurz über 23kg gepackten Gepäckstücke und leicht, ähm also viel zu übergewichtigen Handgepäcke (aber die werden ja nie gewogen, schon gar nicht von Air New Zealand, auch laut Kurt) und wir wurden zum Flughafen gefahren. Kurt wünschte uns viel Glück mit dem Gepäck („should I wait, just in case J“) Nein, nein. Ein letzter Abschied. (Kurt und Carol: Auch auf diesem Wege noch einmal „Danke ihr lieben Neuseeland-Eltern“. @Kurt: Bitte dringend an Carol weiterleiten!!!)
Dann kamen wir in den völlig neuen Selbst-Eincheckbereich von Air New Zealand. Weil Elke ausversehen bei „Dangerous goods“ yes gedrückt hatte, begann die erste Verzögerung. Beim Handgepäck wiegen die zweite! (Waagen standen im Weg...) 13kg und 9,5kg bei 7 erlaubten waren zuviel. Also: Handgepäck Sachen raus, zum wiegen hin, „ok gecheckt“, label dran – um die nächste Ecke – Sachen wieder rein J Hä, das war ja einfach. Auf zur Passkontrolle: Nächstes Mal Handgepäck wiegen. Neee,ne, was jetzt? „Ähmmm, there is a Computer in it, we bought nuts an Chocolade, Yes of course there is a Camera – alles was uns als Ausrede einfiel half nicht wirklich. Elke: „We are not doing this again, we got the label!!!“ und wir durften gehen. Puh. Beim Durchleuchten die Frage, ob wir einen großen Stein im Handgepäck hätten? Ne, viele kleine ...J Und der große aus der Jackentasche... Dieser Kontrolleur fand das sichtlich amüsant. Geschafft, wir waren durch. Also dachten wir erneut. Beim gemütlichen ´rumwarten beim Check-In kam eine freundliche Dame:“Jeder nur ein Handgepäck bitte: today strict weight restrictions in the cabin.“ Anke: ein trolley, ein kleiner Rucksack, Gitarre und Ukulele auf dem Rücken. Elke: viel zu schwerer „kleiner Rucksack“, Kameratasche, Handtasche, Brustbeutel, Papiertüte aus Duty free, Jacke mit Stein und Büchern überm Arm. Ach du Scheiße. Und jetzt??? Da wir gerade mit Mama-Renate zum Geburtstag telefonierten bekamen wir Verständnis und Aufschub. Dann: Elkes manchmal, hier besonders überschießendes Durchsetzungsvermögen! waren sehr von Vorteil. Ein kurzer Schreck nur, als die Dame sagte: If you don´t want that you are not flying today! Also „nur“ Ankes Instrumente mussten ins Sperrgepäck. (Anke: Schluck...)
Dass dann in den Overheadlockern doch noch ganz viel Platz und unser vegetarisches Essen nicht vorhanden war, sowie der Hinweis dass es wegen des Sturm „bumpy“ werden könne – konnte uns nicht weiter aufregen. Wir haben einen schönen Film geguckt.

Hier ein wichtiger Hinweis vom Abo-Service des Reisemagazins:
Aufgrund erster Zuschriften wegen Befürchtungen baldiger automatischer Abobeendigung hat dieser Blog Überlänge. (Katja, wir denken über mögliche Fortsetzung nach ;-)

Mittwoch, 16. April 2014

Gepackt - gegessen - bald geflogen

Es ist geschafft. Das Probepacken hat sich gleich für so gut erwiesen, dass es so bleiben kann. Etwas mehr als 23kg im Koffer, 23kg im Rucksak, der Rest im Handgepäck. Alles eingepackt - bis auf den einen Schuh. Der passte hier nicht und da nicht und dann ist er übrig geblieben. Nun hat er aber noch einen Platz gefunden. So tragen wir tatsächlich alles mit uns, kein Paket mit Steinen und OP-Shop Kleidung...

Das Abschiedsessen mit Carol und Kurt war lecker, wenn auch ein wenig scharf. Kurt hat uns viele seiner Reiseerberlebnisse erzählt. Falls uns nun morgen jemand blöd wegen zu viel Gepäck kommt - Kurt hat das auch immer geschafft. Wir sind gewappnet.
Hier noch ein Einblick in unsere wunderlichen Reisedaten: Bei knapp 4 Stunden Flugzeit fliegen wir 6 Stunden zurück in die Vergangenheit und und erleben den 17.4. quasi doppelt. Und das obwohl wir hoffentlich vorwärts fliegen :-) so könnten wir Mama Renate 2x zum Geburtstag gratulieren ... oder wie? Da bleibt jetzt die Frage: Wenn wir immer so weiter fliegen würden, würden wir irgendwann in der Kindheit ankommen? Würden sich auch Falten und graue Haare verändern? Andreas, weißt du da was dazu?

Ab dem 3. Mai geht es dann wie folgt weiter. Hier scheint auf den ersten Blick alles normal. Es wird auf jeden Fall eine laaaange Flugreise.

Nun gehen wir in unsere letzte Nacht und melden uns wieder von den Cook-Inseln.


e noho ra

Elke und Anke

Dienstag, 15. April 2014

Plötzlich "Winter"...

Gestern abend gehen wir aus dem Haus und es ist "kalt". 18Grad...
Ingrid und Tina, beide vor über 20 Jahren aus Deutschland hierher gewandert, spüren deutlich den "Wintereinbruch". Wir fanden es eher wie einen lauen Sommerabend, an dem man gut eine Jacke anziehen kann. So ändert sich die Wahrnehmung, wenn Neuseeland das Zuhause wird und Deutschland so weit weg ist...
Wir haben nun eine Woche auf Waiheke verbracht, viel Zeit mit den beiden Deutschen, die schon sehr lange hier in Neuseeland sind. So konnten wir nun auch noch das Leben von Ausgewanderten mitleben. Ein weiterer Eindruck aus diesem so vielfältigen Land. Und wir hatten ganz gemütlich Zeit unsere Zeit in Neuseeland ausklingen zu lassen.
Der Abschied am Hafen: "Bis ganz bald" fühlte sich so an, als würden wir gar nicht so weit weg sein und bald mal mit der Fähre wieder kommen. 

Nach ein wenig in den Straßen von Auckland Downtown unterwegs sein,  sind wir wieder "zu Hause" angekommen. Ein letztes Mal Wäsche gewaschen, gemeinsam mit Kurt und Carol mit Blick auf den Rangitoto gegessen.  Morgen laden wir die beiden zum Inder nach Takapuna ein.

Nun ist auch schon der erste Koffer gepackt, er wiegt im Moment knapp über 23 Kilo, perfekt.
Der Rest kommt morgen, dann entscheidet sich auch, ob wir noch ein Paket zurück schicken.

Heute ist das Wetter sehr wild. Es ist um 18Uhr dunkel, kühl, wolkig und sehr windig - ein Farnwedel schrappt an unserem Fenster lang; das hat er noch nie getan... In den nächsten Tagen soll es regnen...
Noch 2mal schlafen... wir fahren "in den Sommer". Also auf jeden Fall angenehm warm ist es auf den Cook-Inseln.

Gute Nacht wünschen Elke und Anke




Sonntag, 13. April 2014

13. April - Herbstfest im SteinerKindergarten


Um so näher wir dem Frühling zuhause kommen (noch 4x schlafen bis zum Abflug auf die Cookinseln, am 5. Mai kommen wir dann zurück nach Hannover...) um so "schräger" werden die Unterschiede von den Jahreszeiten. Herbst - die Früchte sind reif, Konserven werden hergestellt, es wird kühler (also so 20-25Grad), es wird gegen 18Uhr dunkel, Gemüsejungpflanzen werden verkauft und in den Garten gesetzt. Jaha, das geht hier auch im Herbst. Irgendwie ein wenig durcheinander.

Ein selbstgesammelter Obstteller der hiesigen Saison sieht im Moment z.B. so aus: Persimon (Kaki), Fejoa, Erdbeerguaven und Tamarillos.



Hangi - so nennt sich eine traditionelle Art des Kochen der Maori. Es wir ein Loch in den Boden gegraben, unten kommen sehr heiße Steine ´rein, dann das Essen (ursprünglich in Blätter gewickelt), mit nassen "Jute-Säcken abgedeckt, mit Erde bedeckt und dann nach einiger Zeit wieder ausgegraben. Das tun die Männer hier auf dem Bild.
Wir waren etwas überrascht über die neuzeitliche Variante: es kamen 10$Portionen in Aluschälchen zum Vorschein. Mit Fleisch oder ohne - auch ganz neu. Den Maori "früher" war ohen Fleisch nciht denkbar...
Die Männer waren sehr vorsichtig, die Grube war kochend heiß.
 Hier noch ein Foto zum Besuch beim Flötenbauer. Er ist wie Anke ein Instrumentenliebhaber und -sammler. Beim heutigen Cellospielen ist soagr die Katze geblieben ;-)






Und zum Schluss für heute: The royal family.
Ein Poster aus der Tageszeitung.
Wir haben heimlich ein Foto gemacht, da Ingrid, der das Haus hier gehört, gesagt hat: an meine Wand kommt das nicht!!!
So schweben sie nur für kurze Zeit über dem "Familienaltar".
Bestimmt berichten die deutschen Medien auch über den Besuch, hier wird jeder Schritt dokumentiert ... Aber das es sogar ein Poster gibt, wow.


Morgen haben wir unseren letzten Tag auf Waiheke und werden am Dienstag in Auckland versuchen unsere gesammelten Strandschätze und andere Fundstücke in Koffer, Rucksack und wahrscheinlich Pakete zu packen...



Freitag, 11. April 2014

"Endlich - es regnet"

Tina freut sich schon seit Tagen, weil sie meinte, dass wir den Regen mitbringen.
Und tatsächlich, heute nacht schüttete es eine Zeit lang, sodass man wirklich sagen kann: Es hat geregnet.
Unglaublich aber wahr, wir sind noch immer in Neuseeland... Weil hier auf Waiheke, einer kleinen Insel nur 35 fährenminuten von Auckland entfernt, hat es seitdem wir im Dezember hier waren, nicht geregnet. Selbst wenn es in Auckland regnet, bekommt Waiheke oft nichts ab.
So gab es SMSse von Elke zu Tina:Wir sind hier in ... und warten auf Sonne. Tinas Antwort: Wir warten hier auf Regen! Da die Wasserversorgung auf Waiheke (und in vielen anderen Gegenden) von der Regenmenge abhängt, bekommt der Regen, abgesehen von der trockenenNatur und den Gärten, eine wirklich andere Bedeutung. Und wenn die Tanks dann leer sind, muss Wasser gekauft werden. Das ist für uns ja eine fast unvorstellbare Situation...

Unsere letzte Zeit hier leben wir so durch die Tage mit Tina und Sohn Zeno bzw. drömeln vor uns hin. Gestern abend waren wir auf einem Willkommensessen von einer 19-jährigen, die 9 Monate auf Reisen war, heute morgen waren wir bei Peter. Der hat Anke vor 4 Jahren zwei Flöten gebaut und lebt auch auf Waihke.

Unser Van ist schon wieder auf Reisen, Brian ist "over the moon", so freut er sich über seinen neuen Camper.

Heute abend gehen wir ins Theater...

So gibt es für jetzt einen halbfertigen Blog, weil das Essen fertig ist :-)


See ya!

Elke und Anke

Montag, 7. April 2014

Van los

Tatsächlich, es ist geschehen, der Van hat die Besitzer gewechselt...
Die letzten zwei Tage haben wir mit saubermachen verbracht.
Zuerst die große Wäsche von Außen, mit freundlicher Unterstützung des Waschstraßenteams.





Nun mussten auch endgültig alle noch übriggebliebenen Mitbewohner  ausziehen. Wir waren überrascht wen wir alles noch gefunden haben. Hier eine Weta - wie nicht zu übersehen eine Langfühlerschrecke. Der Name „Weta“ entstammt der Sprache der Maori deren Bezeichnung Wetapunga bedeutet „Gott der hässlichen Dinge“. Auch eine interessante Information, grade bei Wikipedia gefunden.




Heute um 12 Uhr kamen Brian und Denise zur Übergabe. Die beiden waren vom ersten Moment ganz glücklich über ihren bis jetzt ungesehenen Kauf. Und in Neuseeland geht das ganz einfach mit dem Besitzer wechslen: Natürlich wird zuerst der Geldtransfer gesichert, dafür hat Kurt gesorgt, dann geht man zur Post, füllt eineinhalb Formlulare aus, einen halben für den seller, einen ganzen für den buyer. Als seller haben wir unseren Namen eingetragen und unterschrieben. Die Frau am Schalter nimmt die Zettel entgegen, der seller-Zettel kommt in eine Schublade - fast fertig. Brian und Denise haben 9NZ$ geszahlt und eine neue registration gekauft - ganz fertig. Wir sind noch gemeinsam zu einem Check gefahren. Brian zwinkerte Elke zu - drive carefully with our van ;-) Ja, das habe ich die letzten fast 13.000 km geschafft, kein Problem. Der Check hat ergeben, dass der Zigarettenanzünder fehlt und der Schlüssel "worn out" ist. (So haben wir den Wagen bekommen.) Natürlich ein paar Lackschäden und was sonst ganz normal passiert - alles Wichtige ist ok. Wow. Super.

Trotz des Barcheques dauert es bis zu drei Tage, bis das Geld auf Kurts Konto sein wird. So lange steht das Auto noch vor Kurts und Carols Haustür.

Wir fahren morgen zu Tina nach Waiheke, verabschieden uns endgültig vom Auto.
Und guess what: Brian und Denise wohnen 500m zufuß entfert von Tina. Also auch Neuseeland ist ein Dorf. So werden wir mit den beiden in den nächsten Tagen einen Kaffee trinken. Und nicht genug des Dorfes: Karma kennt einen der Verantwortlichen des Maraes bei Tina um die Ecke und das Land auf dem das Marae steht gehörte Brian Großeltern...

Nachdem alles aus dem Van geräumt war, waren wir kurz überfordet mit all den Dingen und wie die bitte schön in unsere Gepäckstücke passen sollen. Aber es sah schlimmer aus als es ist. Nachdem wir geliehene Dinge zurückgegeben haben ist es jetzt nur noch ein wenig zu viel und wir überlegen, ob wir ein Paket schicken oder Dinge zurück in einen OP-Shop bringen.

Wir haben am Wochenende wegen des daylightsavings eine Stunde geschenkt bekommen, bei euch wurde die Zeit auch schon umgestellt - nun sidn wir euchnur noch 10 Stunden voraus ...

Mit lieben Grüßen von Elke und Anke






Sonntag, 6. April 2014

Eine Reise geht zu Ende

Wir haben ja im letzten Blog berichtet, dass wir bei und mit Karma sind.

Hier ein herbstlicher Ausblick aus dem Küchenfenster. Es sind keine Kühe mehr zu sehen, weil der Bauer sie in mühevoller Arbeit auf eine andere Weide gebracht hat. Also es waren Jungbullen und die wollten nicht so wie der Bauer wollte. Wir hatten gute Unterhaltung und Karma hat Beifall geklatscht, als die letzten störrischen Bullen durch das Tor liefen.
Besser als Fernsehen!


Vor einiger Zeit haben wir den Film "Unmistaken Child" gesehen. Er handelt davon, wie ein junger Mönch von seinem sterbenden Lehrer den Auftrag bekommt, dessen Wiedergeburt zu finden. Eine spannende, berührende Geschichte die darin endet, dass der Dalai Lama dem 3jährigen einen neuen Namen gibt.
Wir haben einen Hasen aus einem Antiquitätenladen gerettet, Elke wollte auch endlich ein passendes Reisetier. Der brauchte einen Namen und wir dachten, wäre schön, er würde einen von einem Mönch bekommen, wie im Film. Karma fand das kein Problem, wir fahren zu Geshe-La. Und tatsächlich, zwar etwas zögerlich, nahm Geshe-La den "Auftrag" an. Nach kurzem Überlegen: "Is easy - Tashi WangChung. Special." Trotz tibetischem Übersetzer haben wir die Bedeutung nicht ganz rausfinden können, aber das Internet übersetzt Tashi mit "der Glückliche". Nebenbei durften wir Gesha-La noch ein paar Fragen zur buddistishen Glaubensideen stellen. (Gudrun, wir müssen doch noch mal über das Schneckenkorn reden. Geshe-La sah das nicht ganz so eng, wenn wir dafür was Gutes tun und ein paar "Oh mani padme hum"sprechen wäre das Karma nicht ganz so doll beeinflusst...) ;-)
Eine andere, aber sehr besondere Form "das Göttliche" zu besingen, haben wir in einem Marae in Whangarei erleben dürfen. Wir hatten uns hier vor einigen Monaten schon mit Singen vorgestellt und durften heute einfach mitsingen und bei den Proben für einen Aufritt zugucken.
Unter anderem haben wir hier fast alle Menschen die wir aus der Ggend kennen gelernt haben getroffen und uns verabschiedet. Mal wieder fühlt es sich für alle so an, als würden wir bald wieder kommen. "See ya."
Letzte Übernachtung in unserem Campervan am Meer mit low tide. In der Nacht wurden wir wieder enmal von prasselndem Sturzregen geweckt. Wegen uneindeutiger Absprachen bezüglich der Dachlukenschließung am Abend war auch Anke innerhalb von Sekunden klar,  dass die Luke nicht komplett geschlossen war... Die Bettdecke wurde zunächst merkwürdig schwer, dann die Füße nass. Elke wurderte sich über die verspätete Reaktion, da sie abgesprochen glaubte: Anke macht zu wenn Regen. Morgens konnten wir sehen und lauschen wie das Meer wieder über den Strand einlief und haben mit offener Heckklappe im Bett Kaffee getrunken. Kurz darauf, eim losfahren wünschte Anke uns Regen, da unser Auto so kurz vor Verkauf so dreckig wie nie zuvor war: am Abend vorher fuhrern wir durch eine kilometerlange Baustelle, wo scheinbar mit Zement auf der Fahrbahn gearbeitet wurde... Das ganze Auto war von unten mit einer hellgrauen, krustigen Schlammschicht bedeckt. Kaum ein paar Kilometer weiter hat es so sehr geprasselt, dass wir juchzend die Highway 1 so lange raus und runter gefahren sind, bis alle Pfützen leer waren und unser Auto sauber.
Da wir uns noch nicht ganz vom Reisen mit unserem Auto verabschieden konnten, sind wir gar nicht mehr weit weg von Auckland noch einen "Umweg" zum Strand und zur Jungtölpelkolonie nach Muriwai gefahren.
Der jungen Tölpel probieren ihre Flügel aus bzw. stärken sie durch wildes Flattern und sind dann kurz vor dem Abheben - so wir wir auch bald :-)
Zum Schwimmen zu wild, das Bodyboard schon verschenkt - haben wir uns am spazieren durchs Wasser erfreut