Montag, 17. März 2014

Venerable Lhundup Jamyang ...

Der Sturm ist überstanden, wurde auf die "Stufe 2" herabgestuft, als er auf Neuseeland traf.
Keine Ahnung was das "wirklich" bedeutet. Wir waren froh nachts nicht in unserem Camper zu sein. Das Zimmer in dem wir geschlafen haben, war in einem Haus. Trotzdem haben wir den Sturm sehr nah erfahren. Der Wind war in den Bäumen sehr laut bis unheimlich zu hören, der Regen prasselte auf das Dach. Bis auf ein paar abgebrochene Äste ist, da wo wir waren, nichts passiert. Auf den Straßen war das Unwetter deutlich zu sehen. An vielen Stellen lagen Steine und Erde, sodass wir immer wieder kleinen "Erdrutschen" ausweichen mussten.
Der eigentliche Grund, warum wir in dem tibetischen Zentrum untergeschlüpft waren, war am Ende wohl ein anderer... Es fand dort ein Kurs statt, geleitet von einer tibetisch-buddistischen Nonne. Neugierig wie wir sind, haben wir den ersten Moment ergriffen was zu fragen. Zunächst wollten wir "einfach wissen", warum im Zentrum keine Musik gemacht werden soll. Anke fragte mutig und befand sich innerhalb von Sekunden in einer sehr dichten Auseinandersetzung mit "inneren Ängsten". Ach du Schreck... Die Nonne bot uns für den nächsten Tag ein Zeitfenster nach dem Mittagessen an, falls wir noch Fragen hätten. Wir hatten nun die Nacht und den Morgen Zeit zu überlegen.
Nach dem Essen setzte sie sich uns gegenüber und war da. Einfach so da. Sehr berührend und bewegend fragten, redeten, diskutiereten wir (nicht unbedingt buddistisch von ihrer Seite), bekamen Antworten und Ideen - "don´t believe what I say, prove what is "right" for you". Wow, völlig berührt von dem wie sie mit uns gesprochen hat und was sie gesagt hatte noch eine letzte Frage. Sie hatte bereits ihre gesamte Mittagspause mit uns verbracht, das würde bestimmt schnell gehen... Interessiert an der buddistischen Antwort auf die Frage: "What do you do with sandflies?" ... die Idee von Widergeburt haben wir natürlich nicht das erste Mal gehört! Die "schnelle Antwort" hat sehr weitreichende Folgen, da auch hier wieder nicht die "gestellte Frage" beantwortet, sondern eine Rückfrage auf einen irgendwo tief innen wohnenden Zweifel eine Angst (oder was auch immer) gestellt wurde - in unserem Garten werden von nun an auf jeden Fall alle Schnecken willkommen geheißen! Wie auch immer habe ich (Elke) in der sehr kurzen Zeit mehr zur Idee von Reincarnation und Karma verstanden als bei allen Bemühungen vorher. Ich kam nicht mal mehr dazu, einen Zweifel aufkommen zu lassen...

 Auf dem Weg zum Unterschlupf haben wir einen spaßigen Morgen am Hot Water Beach verbracht. Als wir an den Strand kamen, waren wir noch skeptisch, ob wir wirklich mit so vielen Menschen nach heißem Wasser graben möchten. Schon ein paar Meter später waren wir mittendrin. Wir haben zwar nur im warmen bis sehr heißem Wasser gestanden und den anderen beim "baden" zugesehen.


Aber die Badegemeinschaft war klasse. Moslemische Frauen saßen völlig bekleidet neben Frauen in Bikinis, Schaufeln wurden herumgegeben und Wasserkanäle gebaut, damit alle was vom heißen Wasser hatten, was wirklich einfach aus dem Boden sprudelte.
Diese beiden Jungs aus Berlin hätten eigentlich schon lange gar gekocht sein müssen, so heiß war ihr Wasser. Sie fandes es super.















Obwohl wir auf der Coromandel Halbinsel noch lange nicht das gesehen hatten, warum Touristen eigentlich dorthin fahren, war plötzlich klar: Wir fahren "nach Hause". Es regnete eh und wir wollten nix mehr angucken. Nach fast 3 Monaten haben wir unserem Navi gesagt: "GO HOME". Ist natürlich ein wenig gemogelt, weil es ja Kurts Navi ist, aber immerhin auch unser NeuseelandZuhause.





Und zweieinhalb Stunden waren wir da: HOME
Der "große Reiseabschnitt" zuende.
Von Kurt und Carol willkommen geheißen, Carols Feststellung: "You must be ready for a tea!" Au ja, wie schön. Und er wurde uns auf Sofa serviert.
Ein Bett in einem Zimmer, ein Bad nebenan und wie Anke sagt: Platz zum Flügel ausbreiten.






Den Tag heute haben wir damit verbracht den Camper "verkaufsbereit" zu machen. Zuerst alles schön aufräumen um Fotos vom eingerichteten Camper zu machen, dann alles ausräumen, für die Fotos, die völlig schlicht und unemotional ein Auto zeigen, dass man gerne kaufen möchte.
Zur Belohnung haben wir uns dann teuerste Schokoladentörtchen zum Kaffee gekauft - Kurt und Carol waren begeistert, sie gucken immer nur ins Fenster des Ladens. Und der Mond hat uns beim Abendessen zugesehen - riesig. Wie er wohl heute abend bei Euch aussieht?

Heute in genau vier Wochen werden wir von Neuseeland auf die Cookinseln fliegen!
Morgen nutzen wir die Zeit um den Camper ins neuseeländische Ebay zu stellen, (hier heißt das TradeMe) um gespannt auf mögliche Käufer zu warten.
Dann fahren wir noch einmal für 2 Wochen in den Norden, besuchen dort die lieben Menschen, die wir schon kannten und kennengelernt haben, und werden die letzten 2 Wochen in Auckland und Umgebung verbringen.

Wir schicken Euch den wundenbaren Mond von unserem Abend.

Mit lieben Grüßen von Elke und Anke

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