Damit ihr ein wenig
Überblick über die Familie bekommt...
Elke hat vor 20 Jahren Val
in Auckland kennen gelernt. Val ist von Auckland nach Whirinaki zu ihrem
liebsten Andrew Land gezogen. Andrew lebte in der großen
Selbstversorgerfamiliengemeinschaft. Andrew ist das 8. von neun Kindern von
Peter und Judith. Vor 20 Jahren lebten noch viele andere der 9 Kinder im Tal
der Jackson Road. So habe ich auch Shantina und Simon kennen gelernt (Simon ist
der 5. In der Geschwisterreihe). Joseph (der 3.) und Cathrin hatten einen Sohn (Gilbert) der in den
Fluss gefallen war und wiederbelebt werden konnte. Er war damals 6, konnte
nicht laufen und sprechen. Und viele andere Kinder lebten „damals“ im Tal...
Heute haben Peter und
Judith bald 100 Enkel... Wenn mir
dann heute Abraham, langer Bart, vom draußen arbeiten ganz braun und dreckig,
mit seinen 2 Kindern begegnet, war das der kleine Junge, der mit der viel zu
großen Säge gemeinsam mit Elijah versuchte einen Baum zu zersägen. Elijah hat
vor ein paar Wochen sein erstes Kind bekommen...
Val und Andrew sind wegen
Unstimmigkeiten in der Familie auf die andere Seite der Insel gezogen, Simon
und Shantina wohnen schon lange einen Hügel weiter.
Und wie wir gestern beim Tee
mit Shantina sitzen kommt irgendein Verwandter und bringt Gilbert mit. Wir
hatten eh vor die Familie zu besuchen und lassen uns gerne im Auto mit runter
in die Jackson Road nehmen. (Die 5 km Piste möchte ich nur so oft wie unbedingt
nötig fahren. Es bleibt die abenteuerlichste die wir auf unserer Reise kennen
gelernt haben. Allerdings habe ich beim Mitfahren eine Idee bekommen, dass
manchmal schneller fahren vielleicht „besser“ geht als im 1. Gang ganz
vorsichtig um oder durch jedes
Loch zu fahren. Wobei mir das Schneller von gestern viel zu schnell war. Aber
die Autos die hier fahren sind eh schon kaputt, da macht ein Aufsetzen hier und
eine neue Schramme an der Seite da auch nix mehr aus...) Hoch wollten wir dann
laufen, es gibt einen Track, bisschen steil aber easy.
Unten angekommen große
Freude, die Freunde von vor 20 Jahren wieder da. „Hope you stay for lunch“. Das
Essen wird aus dem Garten geholt und auf dem Feuer gekocht, Opa Peter
philosophiert über seine Übersetzung des Tao Te Ching (die anderen haben ihm
nicht gefallen), Gilbert zeigt stolz immer wieder das Fotobuch von seinem 20.
Geburtstag. Joseph kommt vom Feld, das Essen steht auf dem Tisch. Jeder bedient
sich und findet einen Platz. Pania und Kiri kommen zu Besuch, wie schön, die
wollten wir auch besuchen, wir verabreden uns. Gilbert zeigt uns noch seinen
Garten, wir besuchen seinen toten Hund. Dann machen wir uns auf den Rückweg,
der Path sei irgendwo beim Wasserfallhaus. Wir finden einen Weg, sind uns lange
nicht sicher, ob es der richtige ist, aber Gilberts neuer Hund läuft sicher vor
uns her. Der „easy“ Path stellt sich als ziemlich steil heraus und trotz
häufiger Überlegungen ob wir wohl richtig sind, kommen wir an. Der Hund treu an
unsrer Seite, schläft vor unserem Auto. (Er wird am nächsten Morgen mit einem
ausgestopften Wildschweinkopf unter großem Gebell und Geheule verscheucht.)
Bei Shantina und Simon wird
das Dinner vorbereitet. Im Haus sind fast immer 10-15 Menschen unterwegs, die
Familie selber, die großen Kinder die nicht weit weg wohnen, Enkelkinder,
Couch-Surfer, Besuch... 15 Messer und Gabeln auf dem Tisch sind normal. Wir
übernehmen abends den Abwasch des halben Tages, es wird ruhiger im Haus, nach
5x Wasser wechseln, eineinhalb Stunden später ist die Küche grob aufgeräumt.
Simon kommt erschöpft von oben vom „Familientreffen zur Rettung des Milchbetriebes“
seines Schwiegersohnes. Ein langer Tag geht zu ende, fast alle schlafen, Simon
und Elke diskutieren noch bei einem Tee über Schnecken im Garten und was bei
Weiterem darüber nachdenken folgt ...
Um kurz nach 5, es ist noch
stockdunkel schleicht der 4WD an unserem Auto vorbei. Bekommt Hannah ihr Baby
schon früher? Geht Simon schon arbeiten? Nein, später hören wir, dass Shantina
und Hamish zum Melken der 130 Kühe gefahren sind. Heute und morgen werden sie
noch angeleitet, übermorgen machen sie es alleine.
Hier „zu Besuch“ zu sein
heißt ab dem ersten Moment absolut willkommen zu sein und für sich selbst
verantwortlich durch den Tag zu leben. Essen gibt es genug, wer Hunger hat,
macht sich was, abends wird zusammen gegessen. Wenn man was wissen will muss man
nachfragen. Es gibt immer was zu tun, helfen darf man jederzeit aber man darf
auch den ganzen Tag auf der Bank sitzen und das Treiben bestaunen.
Heute hat Bruce Geburtstag,
der Mann von Tochter Nikki. Sie wohnen ein Grundstück weiter unten. Hier oben
finden alle Vorbereitung statt. Wir kommen aus dem Staunen kaum wieder raus.
Nikki mit Baby Ava, Hannah(hoch schwanger) mit Valerie, Elsbeth und Crystal, 2
junge Brüder von Bruce und die Kinder des Hauses, Flynn, Francis, Hamish und
Scott backen und bereiten was zu Essen vor. Es läuft laute irische Musik,
Shantina sitzt über einem Papier und versucht sich alles wichtige zum Melken
einzuprägen, Simon kommt mit Brille aus dem Büro und bittet um einen Tee, Baby
Ava braucht einen „Babysitter“, Hamish präsentiert die Erfindung einer neuen
„Zwille“, auf dem Balkon erledigt jemand Schulaufgaben der
Corresponance-School, Flynn möchte einen „waterfight“ mit allen... WOW
Es kommen mehr Menschen,
andere sind wieder weg, Shantina beim Melken, die großen Töchter übernehmen...
„Flynn, could be please do a bit of the dishes? Just the amount that you think
you can do. That would be great.“ Mit ein wenig Meckern beginnt er. T-Shirt
aus, Hocker ans Spülbecken – auf geht´s.
Anke ist in den Van
gegangen, sie suchte nach Ruhe. Ich habe selbstgemachten Pflaumenwein zum
Probieren bekommen „it´s pretty strong“. Ja, das stimmt. Inzwischen ist es
ruhiger in der Küche, die großen Jungs sind draußen, die jungen Frauen machen
zwischen Baby stillen, den Ofen feuern, sich mit den anderen Kindern
beschäftigen, das Essen fertig. Es ist 15Uhr, wir sind um 10 in die Küche
gekommen...
Crystal kommt immer wieder
und fragt: „Are you still working?“ „I want to be a doctor when I am grown up.
They listen to the heartbeat of the babys and I will be there when my mother
will have the baby. I was there when my sisters were born too. (Crystal ist 6
oder 7 Jahre alt!)
So, der waterfight beginnt.
Flynn hat mir prophezeit: „You will be nailed!“
--- Eigentlich sollte der
Post hier zu Ende sein... Allerdings ist der Nachmittag noch unbedingt
berichtenswert.
Während ich bei der
Wasserschlacht im Pool erfahren durfte was „nailed“ bedeutet, haben Scott und
Hamish den alten riesigen Kupfermilchtank als „Badewanne“ umfunktioniert.
Gestern noch sagte Shantina: „One day it will be a spa!“ Mit Blei geflickt, an
die richtige Stelle getragen, ein Loch für´s Feuer gegraben. Als dann das Feuer
entzündet wurde, dachten wir zunächst unser Van steht in Flammen. Die Jungs
waren ganz cool und fanden die Idee ihn umzuparken dann doch auch ganz gut. Und
seht auf den Fotos was daraus wurde... Die Geburtstagsgesellschaft im Wasser.
Von Hannah, die in den nächsten Tagen ein Baby bekommt, die 3 ½ Monate alte
Ava, einige Kleinkinder, jugendliche Jungs und Mädchen, junge Männer und Frauen
und Anke. J Simon und Shantina
kamen erst im Dunkeln wieder, haben das Feuer noch einmal entfacht und haben
ein Nachtbad genommen.
Soweit ein kurzer Ausschnitt
vom Leben der Land Familie aus Jackson und Mountain Rd. Morgen fahren wir
wieder vom Berg und bleiben ein paar Tage bei Pania und Kiri in Opononi direkt
am Meer. Dann fahren wir zu Val und Andrew nach Whangarei, wo wir auch Karma
wieder treffen werden.
Unser Auto ist übrigens
wahrscheinlich schon so gut wie verkauft. Keine 24 nachdem wir es ins Netz
gestellt haben rief jemand aus Auckland an, der sich sehr sicher ist, dass er
genau dieses Auto haben möchte. Er möchte der Erste sein der es ansehen und
kaufen darf, wenn wir nach Auckland zurück kommen. Wow, das war ja „einfach“.
Wir schicken Euch ganz viel
von der Liebe, die wir hier bekommen.
Elke und Anke
Gilbert, stolz mit einem Fotobuch
Peter talking about his life
gilberts Hund, der uns "nach Hause" geführt hat
Shantina und Simon, beide Mitte 40, haben diese 9 Kinder und weitere 9 Enkelkinder ... einige davon haben wir kennen gelernt
ein Teil des Abwaschs
Mit diesem Wildschweinkopf wurde unser "armer treuer" Hund vertrieben
anke mit Ava
neugierige Blicke auf die Kücheninsel
Die große Badewanne mit strahlenden Menschen darin.
Der Moment, als alle Anwesenden außer Elke ("You are in duty of the cold water hose!") Manchmal schien das Wasser fast zu kochen, also auf jeden Fall am Boden, und nur kaltes Wasser konnte helfen.
"Hey you knife, you are not doing a good job with my meat!"
Unser Stehplatz, nachdem wir gestern "umgezogen" sind. Der Blick auf Simons und Shantinas house.
Gilbert, stolz mit einem Fotobuch
Peter talking about his life
gilberts Hund, der uns "nach Hause" geführt hat
Shantina und Simon, beide Mitte 40, haben diese 9 Kinder und weitere 9 Enkelkinder ... einige davon haben wir kennen gelernt
ein Teil des Abwaschs
Mit diesem Wildschweinkopf wurde unser "armer treuer" Hund vertrieben
anke mit Ava
neugierige Blicke auf die Kücheninsel
Die große Badewanne mit strahlenden Menschen darin.
Der Moment, als alle Anwesenden außer Elke ("You are in duty of the cold water hose!") Manchmal schien das Wasser fast zu kochen, also auf jeden Fall am Boden, und nur kaltes Wasser konnte helfen.
"Hey you knife, you are not doing a good job with my meat!"
Unser Stehplatz, nachdem wir gestern "umgezogen" sind. Der Blick auf Simons und Shantinas house.














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