Auszug aus der Großfamilie,
Einzug ins „Clarehouse“ (in Opononi. MitBlick direkt auf den Hokianga Harbour
und die riesige Sandlandzunge). Das ist ein „katholisches Gemeinschaftshaus“
welches von der Familie Land ins Leben gerufen wurde. Es ist immer offen und
jeder ist willkommen. Pania und Tochter Kiri wohnen hier und „taken care of the
house“.
Da wir Euch vielleicht im
letzten Post etwas mit Namen und Menschen überfordert haben, hier nun keine
weiteren Ausführungen ... (Wobei die mögliche Verwirrung auch Absicht war,
damit ihr ein wenig von dem MeschenKontkatGefühlsGewusel abbekommen könnt, das
wir hier erleben.)
Hier haben wir „Ruhe“, leben
ein weiteres neuseeländisches Alltagsleben mit, das wiederum außerhalb von
unseren „normalen Vorstellungen“ liegt. Pania: „I am a single mum, getting
300NZ$ a week. That´s enough for what we live.“ Und das geht hier wirklich.
Viele Leute wohnen irgendwie so, dass sie keine Miete bezahlen müssen, haben
eine Hütte im Busch, Essen wächst im Garten...
Es gibt einen Gasherd,
gekocht wird aber hauptsächlich auf dem Feuer; barfuß laufen ist angesagt,
(Anke wollte mich abends nicht im Bett haben, meine Füße seien schwarz – Panias
Kommentar: oh no, they are clean); Trockentücher und andere Küchenlappen
stinken fast zum würgen (findet Elke, hat sich aber inzwischen fast daran
gewöhnt, gibt ja eh keine anderen); der Hund wird mit Antiflohmittel gebadet,
Pania findet Flöhe schrecklich (wir haben bei den Lands viele Flöhe gesehen,
einer war in unserem Van, aber es scheint der einzige gewesen zu sein...); wenn
Brot außen immer härter wird und innen klitschig bleibt, war der Ofen nicht
heiß genug gefeuert; wenn man über den Tag verteilt immer schwärzere Hände und
Klamotten bekommt, hat man nicht aufpasst, wo die rußigen Stellen am Ofen sind
... sogar mein Laptop hat schwarze Fingerabdrücke.
Kiri wird von ihrer Mutter
„homeschooled“. Der Tagesplan gestern sollte sein: ein Morgenspaziergang, eine
Stunde schoolwork (math, writing), Pause, eine Stunde schoolwork (music, arts),
lunch, in the afternoon: working in the garden, später: schwimmen im Meer. So
ungefähr hat der Tag auch stattgefunden.
Wir staunen und leben mit.
Und wenn Menschen durch die offene Tür kommen um ihr Handy zu laden,
Hühnerfutter bringen oder telefonieren wollen wundern wir uns nicht weiter.
Morgen fahren wir auf die
andere Seite der Insel zu Val und Andrew nach Whangarei.
Gute Nacht für heute!
(Elke darf doch mit den
Füßen ins Bett, sie wäscht sie morgen früh, versprochen.)
Elke und Anke
Lunchvorbereitungen
gewaschen wird mit der Hand
der Hund wird nicht gemangelt!
Amateurfrisörin Pania
Während des Handy läd können wir probieren die Maorimuschel zu blasen
Lunch und Brot im Ofen
Strandspaziergang in Opononi








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