Mittwoch, 26. März 2014

Opononi, Pania und Kiri

 
Auszug aus der Großfamilie, Einzug ins „Clarehouse“ (in Opononi. MitBlick direkt auf den Hokianga Harbour und die riesige Sandlandzunge). Das ist ein „katholisches Gemeinschaftshaus“ welches von der Familie Land ins Leben gerufen wurde. Es ist immer offen und jeder ist willkommen. Pania und Tochter Kiri wohnen hier und „taken care of the house“.
Da wir Euch vielleicht im letzten Post etwas mit Namen und Menschen überfordert haben, hier nun keine weiteren Ausführungen ... (Wobei die mögliche Verwirrung auch Absicht war, damit ihr ein wenig von dem MeschenKontkatGefühlsGewusel abbekommen könnt, das wir hier erleben.)
Hier haben wir „Ruhe“, leben ein weiteres neuseeländisches Alltagsleben mit, das wiederum außerhalb von unseren „normalen Vorstellungen“ liegt. Pania: „I am a single mum, getting 300NZ$ a week. That´s enough for what we live.“ Und das geht hier wirklich. Viele Leute wohnen irgendwie so, dass sie keine Miete bezahlen müssen, haben eine Hütte im Busch, Essen wächst im Garten...
Es gibt einen Gasherd, gekocht wird aber hauptsächlich auf dem Feuer; barfuß laufen ist angesagt, (Anke wollte mich abends nicht im Bett haben, meine Füße seien schwarz – Panias Kommentar: oh no, they are clean); Trockentücher und andere Küchenlappen stinken fast zum würgen (findet Elke, hat sich aber inzwischen fast daran gewöhnt, gibt ja eh keine anderen); der Hund wird mit Antiflohmittel gebadet, Pania findet Flöhe schrecklich (wir haben bei den Lands viele Flöhe gesehen, einer war in unserem Van, aber es scheint der einzige gewesen zu sein...); wenn Brot außen immer härter wird und innen klitschig bleibt, war der Ofen nicht heiß genug gefeuert; wenn man über den Tag verteilt immer schwärzere Hände und Klamotten bekommt, hat man nicht aufpasst, wo die rußigen Stellen am Ofen sind ... sogar mein Laptop hat schwarze Fingerabdrücke.
Kiri wird von ihrer Mutter „homeschooled“. Der Tagesplan gestern sollte sein: ein Morgenspaziergang, eine Stunde schoolwork (math, writing), Pause, eine Stunde schoolwork (music, arts), lunch, in the afternoon: working in the garden, später: schwimmen im Meer. So ungefähr hat der Tag auch stattgefunden.
Wir staunen und leben mit. Und wenn Menschen durch die offene Tür kommen um ihr Handy zu laden, Hühnerfutter bringen oder telefonieren wollen wundern wir uns nicht weiter.
Morgen fahren wir auf die andere Seite der Insel zu Val und Andrew nach Whangarei.

Gute Nacht für heute!
(Elke darf doch mit den Füßen ins Bett, sie wäscht sie morgen früh, versprochen.)
Elke und Anke

 "Wohnzimmer" mit Meerblick
 Lunchvorbereitungen
 gewaschen wird mit der Hand
 der Hund wird nicht gemangelt!
 Amateurfrisörin Pania
 Während des Handy läd können wir probieren die Maorimuschel zu blasen
 Lunch und Brot im Ofen
 Strandspaziergang in Opononi

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