Freitag, 25. Oktober 2013

Die letzte Nacht in Kathmandu...

Unsere Tage sind so voll, dass wir das Gefühl haben, es ist sehr viel mehr Zeit vergangen als 2 Wochen...
Gestern waren wir mit Uttam verabredet, der uns über die lokalen Märkte führen wollte. Das war eine Erfahrung, die zu zweit bestimmt anders gewesen wäre. Was für ein Trouble. Und es bleibt erstaunlich, warum in den engen Gassen, wo Marktstände, Fußgänger, Rikschas und Motorräder eng gedrängt sind, keine Unfälle passieren (also keine die wir gesehen haben). Ich hatte die Idee, eine "traditionelle" Jacke zu finden. Zuerst dachte ich noch, es sei ein chinesischer Stil, aber Uttam sagte, seine Großmutter habe soetwas getragen. Wir haben einen Laden gefunden, der diese Kleidung verkauft, die Jacken für die Nepalesinnen gingen mir allerdings bis zum Ellebogen und bis kurz unter die Brust ... ein wenig zu klein also. Also in den Laden nebenan, einen Stoff ausgesucht, in den nächsten Laden nebenan zum Schneider, Maß genommen,
am nächsten Tag um 16 Uhr fertig -
für 1200 Rupien (ca. 12Euro).




Anke hatte auch eine Idee zu einem Kleidungsstück, Uttam hat sich auch alle Mühe gegben einen Laden zu finden... es waren auch tolle Kleider dabei, aber nicht ganz nach Ankes Wunsch...
Nachdem wir noch gemeinsam Momos (das ist soetwas ähnliches wie Maultaschen) gegessen haben, kam die Zeit, zu der wir unseren Guide Uttam endgültig verabschieden mussten. Er ist morgen gleich wieder unterwegs, wir bleiben über facebook in Kontakt.
Mit dem Taxi wurden wir dann in ein buddhistisches Kloster gefahren. Am Rand der Stadt, ein Zimmer mit Blick über Kathmandu, 250 Mönche, darunter viele Kinder. Das war eine ruhige Nacht im Vergleich zur Innenstadt. Morgens um 6.30 zur Puja, dem Gebet im Tempel. Wir waren von einer Stunde ausgegangen, es schien uns aber sehr viel länger.  (Im Gegensatz zu einigen Mönchen, die unter ihrer Kutte mit dem Handy "spielten" hatten wir keines dabei und wussten keine Uhrzeit...). Als wir dann aber sogar mit Frühstück verpflegt wurden (das bestand aus einem scharfen Kichererbsengemüse, salzigem Tee und einer halben Packung Toastbrot)
sind wir 2 Stunden später zufrieden zurück auf unser Zimmer gegangen. Nach unserem QiGong (die Jungmönche haben uns belustigt auf dem Balkon stehen sehen) und einem 2. Frühstück kam unser vertrauter Taxifahrer um uns abzuholen. Durch die staubigen Straßen der Stadt hat er uns in zwei kleine, traditionelle Dörfer gefahren, in denen die alten Handwerke quasi auf der Straße ausgeübt werden. Und es ist die Zeit der Reisernte. Wir konnten mitten durch die Reisfelder laufen, die Ernte beobachten, das Dreschen, wie der Reis in Säcke gefüllt wurde, auf dem Rücken ins Dorf getragen wurde und dort, wo immer Platz auf dem Boden ist zum Trocknen ausgebreitet wird.
Anke sagte immer wieder, dass sie von nun an noch bewusster Reis essen wird. Hier zu sehen was es bedeutet, jedes einzelne Korn bis auf den Teller zu bekommen, macht uns sehr nachdenklich...

Unseren letzten Abend haben wir mit dem Hotelbesitzer in einem typischen Restaurant verbracht und Momos und Nepali Thali gegessen. Das ist hier das typische Gericht, die Nepali es es mehrfach am Tag.
Essen, oh ja Essen. So sehr lecker schmeckt uns das Essen hier. Darüber werden wir wohl ein anderes Mal schreiben. Morgen haben wir noch den Tag in der Stadt, nachts fliegen wir nach Hongkong, bleiben dort zwei Nächte und dann geht es weiter nach Neuseeland. Wir freuen uns sehr darauf, einen Camper zu finden und dann ganz in unserer Zeit Reisen zu können. Das hört sich nach Erholung an. Nepal war nun 2 Wochen Abendteuer total... 2 Wochen "gefüllt mit Erlebnissen für sehr viel mehr Zeit ...
Draußen wird es ruhiger, vor allem die laute Musik aus den Diskos ist aus, es ist kurz vor 24Uhr...
Bis bald!
Elke (Anke schläft schon...)

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