Samstag, 3. Mai 2014

Anke: "Äh, ich habe keine Ahnung, wo mein Haustürschlüssel ist!"

Noch einmal schlafen, wir warten geduldig auf den Abflug und die Gedanken kreisen mehr und mehr um zu Hause. Das Wetter hier macht uns den Abschied leichter; die Insulaner freuen sich – es wird Winter. Wir haben noch nicht ganz verstanden, was Winter hier bedeutet. Es ist angenehm warm, der Himmel bewölkt, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, und es stürmt seit Tagen. Auf der Terrasse unseres Beachfrontbungalows (wir sind noch eine weitere Kategorie aufgestiegen J) braut sich eine Geräuschkulisse zusammen von den brausenden, sich am Riff brechenden Wellen und den vom Sturm gepeitschten Kokospalmen. Nur nachts rauscht es noch lauter; Elke hört dann wenigstens den Kühlschrank und die Klimaanlage der Nachbarn nicht mehr. Endlich morgens, freuen wir uns auf das Frühstück. Gestern wurde ein erstes Strecken von Elke mit einem protestierenden MIAU beantwortet. Nach einem kurzen Schreck war klar: die schwarze Beachfrontkatze hat die geöffnete Tür als willkommene Einladung verstanden. Wir hatten eigentlich die frische Luft gemeint! Dann grüßt „Maaama“ – so sollen wir sie nennen – bringt frische Handtücher und wischt liebevoll um unsere Strandmitbringsel auf dem Terrassentisch herum. Zum Frühstück gibt es hauptsächlich Früchte, dann schmieden wir weitere Pläne für Zuhause, fahren mit dem Scooter ein wenig Clock- oder Anticlockwise über die Insel, finden was zum Mittagessen, trinken
einen „real Coffee“ im französchen Kaffee ... also alles wie die letzten Tage auch schon. Nur gestern war Night-Market. Da haben wir uns von unserer neu gewonnenen Rarotonga-Freundin Tarani verabschiedet. (Susanne, Holzpyramiden können auch neue Freundinnen bringen ...)

Morgen werden wir dann alles wieder einpacken. Elke macht es schon passend, und das mit dem Gewicht werden wir auch schon hinbekommen. Wenn nicht, machen wir es wie Kurt am Flughafen: NEIN, wir werden nichts um- oder auspacken, wir nehmen alles mit. Und wenn dann noch einer was sagt, kommt unser furchteinflößender Strandgutgeist zum Einsatz... Für irgendetwas muss das schwere Ding ja gut sein ;-)

Nach, wir haben inzwischen nachgerechnet, 29 Stunden Unterwegssein (wir fliegen morgen Nacht um 23.59Uhr los und kommen am Montag um 16.55Uhr in Hannover am Flughafen an) ist es dann soweit: endlich Zuhause.

Ankes Haustürschlüssel wird wieder auftauchen, weitere Überraschungen erwarten uns in den 10-20 gepackten Kartons, die wir vor der Reise mit unseren persönlichen Dingen gepackt haben. Anke: „Wo ist meine Lieblingsteekanne von Susanne und dann fällt mir noch die kleine bunte Dose von meiner Fensterbank ein, aber was ist noch in den ganzen Kartons, keine Ahnung...“.

Auf in die letzte Nacht, stürme was wolle!

 Als vorgestern noch Sommer war.
 Kein Kommentar!

 Tschüss Tarani.
(Ich bin weder betrunken, noch habe ich einen Sonnenbrand. Das Licht hat mich so rot gemacht. Tarani fand das gut:"You look a tourist!")


 Unser Gepäckgwichtswächter

 Plötzlich Winter ...











... mit wunderbarem Sonnenuntergang

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