Samstag, 1. Februar 2014

Tschüß Jeff, Tschüss Onuku-Farm

„You have made a wonderful job for me, I´ve recognized it!“ Schön dass er das noch gesagt hat, unser Chef Jeff, weil er es immer so eilig hatte, dass wir nicht wirklich wussten, ob er auch sieht was wir getan haben. Wer Anke kennt weiß, dass nun alle Ritzen blitzen, auch die, die man nicht sieht ;-) Und ob wen wirklich interessiert, dass Elke Teppichfäden abgeschnitten hat und die Farne auch in den dunklen Ecken von brauen Wedeln befreit hat, is´ ja auch egal. Wir haben 3 Stunden täglich gerne „unsere“ Arbeit getan. Heute haben wir Jaqueline „getraint“, sie mach es ab morgen weiter. Komisch damit ein Stückchen verbundenes Zuhause wieder abzugeben. Die Nachmittage am Kamin haben uns in den verregneten Zeiten gewärmt. Wenn selbst Jeff jammert, es sei kalt, ist da wohl was dran. So auch noch heute Nachmittag! Nun, um 18Uhr, ist es fast heiß. Wetter kaputt? Elke hat die nassen Resultate aus den tief hängenden Nebelwolken natürlich noch für schöne Fotos nutzen können.
So brechen wir morgen in den Sommer auf und verlassen das schöne, liebevoll gestaltete Gelände der Onuku-Farm. Petterson und Findus hätten sich hier auch gleich zuhause gefühlt. (Erstaunlicherweise hat Jeff noch nie was von den beiden gehört...) Nachdem wir nun heute alle langen Hosen gewaschen haben, können wir sie wahrscheinlich morgen wieder in kurze tauschen. Wir brauchen  auch Sommer und vor allem blauen Himmel, wir wollen nämlich die neuseeländischen Alpen sehen, vor allen den Aoraki (Mount Cook). Auf Weg dorthin möchte Anke gerne in Christchurch in den WorldMusicLaden, der beim letzten Mal geschlossen war. Mal sehen, ob sich dieser von den bislang üblichen Musikläden, die ausschließlich Gitarren und Ukulelen führen, unterscheidet. Der Name lässt hoffen...
Ach ja, wir waren tatsächlich ein 2. Mal mit den Delfinen schwimmen. Anke mit Anti-Seasick-Tablette und überhaupt weniger Wellen. Auf der Suche nach den Delfinen zeigte Jeff uns noch schöne Stellen an der Küste. Unter anderem sind wir mit dem Boot in einen alten Vulkankrater gefahren. Huuiiii, goosy. Und mitten in der Überwältigung knallt und rumpelt das Boot. Kein Vulkanausbruch sondern die Bootschraube auf einem Felsen, der da Jeffs ganzes Leben noch nie war... Die Schraube brachte uns jedoch noch zu den Delfinen und wir tuckerten ganz gemütlich zurück. Die Delfine waren wieder sehr freundlich und blieben ewig mit uns. So konnte auch Anke dieses Mal ausgiebig genießen. Sie begleiteten uns noch ein Stück. Toll, vorne auf dem Boot zu liegen und die Tiere nur einen Meter tiefer unter dem Boot schwimmen zu sehen. Sie scheinen Spaß daran zu haben mit- bzw. voraus zu schwimmen.





Dienstag, 28. Januar 2014

Work and stay


Eigentlich heißt das ja „work and travel“. Wir waren vom traveln müde und haben durch Zufall während der Delfintour eine Arbeit von Jeff bekommen. So können wir nun bei Wind und Wetter (also bei Herbst und Hochsommer, oder wie diese Jahreszeiten innerhalb von 24 Stunden zu benennen sind) an einem Ort verweilen. Vor 3 Nächten haben wir vor Angst fast nicht geschlafen, weil wir uns nicht sicher waren, ob es möglich ist, dass die Windböen den Van umwerfen oder gar mit sich tragen. Die nächste Nacht war genauso windig. Wir waren uns nun aber sicher, dass das mit dem Umwerfen nicht passieren wird. Gegen das Regenprasseln auf dem Autodach haben wir Ohrenstöpsel benutzt. Das Schütteln vom Wind war dann besser zu ertragen. Allerdings war es kalt, also 7 Grad. Also ihr seht, das Leben direkt draußen ist nicht immer nur schön ... Heute ist Sommer J Irgendwas mit 20 Grad, der Wind ist weg. Wir hoffen, dass es bis morgen so bleibt, dass wir eine ruhige See zum 2. Delfinschwimmen haben.
Das haben wir uns heute erputzt, also wir zahlen nur die Hälfte, weil unser Boss Jeff findet, dass wir wunderbar sind. Anke hat 25 Küchenscheiben von Innen geputzt (außen kommt morgen dran...). Das ist „der Preis“ für einen Rundumblick aus der Küche ;-)
Unsere tägliche Arbeit besteht darin, die „track huts“ wieder für die nächsten Gäste in Ordnung zu bringen. Also: Betten abziehen, Wäsche waschen, Wäsche auf- und abhängen, falten, Küche und Bad putzen, neue Blümchen in die Vasen und überhaupt alles wieder schön machen... Die Gäste kommen abends um 6 und gehen morgens um 10. In der Zwischenzeit sind die Hütten unsere. Also erst Saubermachen und dann können wir uns dort aufhalten. Gestern hat Jeff den Ofen geschürt, mmhhhh, schön warm. Allerdings, die Fotos von der Veranda waren kurz später, war es dann noch schönster Sommer.
Auf dem Van Park, das ist da wo wir wohnen, ist es wie in einer deutschen WG mit hoher Fluktuation. Wir sind die Konstanten, die anderen kommen und gehen.
So werden wir noch bis Sonntag hierbleiben (und alle Fenster fertig putzen ;-) Also Anke. Elke läuft hin und her, macht alles Mögliche, hält Kontakt zum Boss und streichelt die Hunde.
So genießen wir unser „zuhause-leben“ hier und mal sehen wie es ab Sonntag weiter geht.
Auf jeden Fall müssen wir noch einmal ins Reisebüro nach Christchurch unsere Unterlagen für die gebuchte Reise auf die Cook-Inseln abholen. Vielleicht sehen wir Margret, Philip und Greta (ein Mini Pinscher-Dackel) noch einmal, die uns zum leckeren Essen eingeladen haben.
Weiter geht es dann wahrscheinlich über den Mount Cook, falls es dort nicht auch beginnt zu schneien..., in den Süden der Südinsel.

Mit lieben Grüßen
Elke und Anke




Wellen haushoch

 Delfine waren da und wenn es nicht so stürmisch gewesen wäre und wenn die Wellen nicht so hoch gewesen wären und mir nicht seasick gewesen wäre, dann hätte es sicher noch mehr Spaß gemacht, sagt Anke.
Ich fand die Wellen ab einer gewissen Höhe echt unheimlich, habe mich eine Zeit lang gefragt, ob Jeff uns hier wirklich ins Wasser lassen will. Ich habe ihn gefragt, wie man die Höhe von Wellen misst. Keine Antwort -  dann „wenn sie zu hoch sind fahre ich nach Hause“. Als er dann umdrehte um in ruhigeres Wasser zu fahren, war alles klar: Wellen echt hoch. Wir schaukelten in einem kleinen Motorschlauchboot wie in der besagten Walnussschale. Jeff: „Ok, we are not going to the dolfins, they have to come to us.“ Und sie kamen. Wir waren in Neopreenanzügen (oder wie man das schreibt), mit Flossen und Schwimmringen, die Delfine schwammen um uns herum. Und die Wellen waren immer noch hoch... Elke hatte eine gute Zeit, Anke wartete bis es zurück ging. Auch die Rückfahrt war spannend. Anfangs konnte Elke vorne auf dem Boot liegen, den Delfinen beim Mitschwimmen vorne am Boot zusehen. Dann die Aufforderung zum Festhalten zurückkommen. Im Gegensatz zur schaukeligen Hinfahrt war die Rückfahrt schnell und hart. Festhalten unabdingbar... Und plötzlich wieder in ruhigem Gewässer, es gab Tee und Müsliriegel für die die wollten und es war schönstes Wetter. „Oh look, a penguin having a bath.“ Ja, wir konnten dem kleinen Kerl ewig bei putzen zusehen, direkt neben unserem Boot.
Und morgen dürfen wir noch einmal mit J Mit Anti-Seasick-Pille und ruhiger See. So der Plan... Wir werden berichten.
(Auf dem ersten Wasserfoto bekommt ihr vielleicht eine Idee davon, wie hoch die Wellen waren...)






Freitag, 24. Januar 2014

Outdoorküche mit Meerblick

Ohne Heizung ... Sommer war letztes jahr,also der wo es warm war ;-)

"Willkommen Kolleginnen"

Ja,wir sind seit heute Arbeitskolleginnen! Wir werden jeden morgen 2-3 Stunden ein Hostel aufräumen und putzen,dafür können wir hier umsonst mit unserem Camper stehen und draußenküche, Klo,Dusche,... Nutzen.es gibt noch 7 andere Menschen die hier so arbeiten.wir wollten vor allem mal irgendwo bleiben,nicht jeden Tag weiter.eine Woche haben wir zugesagt,vielleicht bleiben wir länger. Wer gucken möchte: onuku Farm Hostel in akaroa,also im Internet.Da sind wir. Heute morgen waren wir mit Delfinen schwimmen! Wow. Allerdings war es fast haushoch wellig,wirklich wahr,das im Wasser sein anstrengend und anke dann seasick.
Bald dann bald

Von meinem iPhone gesendet

Dienstag, 21. Januar 2014

Christchurch - 4 Jahre nach dem Erdbeben

 Zwei junge Leute wollten uns einen Weg beschreiben ...
"It´s hard to explain - all the big buildings are gone, so it´s not easy for us to tell you where to go."
900 Gebäude wurden zerstört bzw. wurden und werden noch abgerissen, viele in der Innenstadt von Christchurch. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in dieser Stadt zu sein - die  im Zentrum keine Stadt mehr ist. Und trotzdem geht das Leben hier natürlich weiter. Im Moment ist das "BuskersWorldFestival", also überall Straßenkünstler.
Als Eindruck für euch einige Bilder:




This post not suitable for Papa and Kurt!

Also wir sitzen gerade im Café und warten darauf, dass unser Auto neue Reifen bekommt. Der Monteur empfahl uns dann doch die besseren Firestone-Reifen zu nehmen ...
Wir tun´s ja auch nicht wieder, also wir hoffen auf jeden Fall.
Die Straßen mit den Warnschildern "not suitable for campervans" sind gar nicht so schlimm,meistens, also die, die wir gefahren sind und über die angekündigten Rivercrossings konnten wir nuch lachen. ein bisschen Wasser über einer Betonfurt...

Nun waren wir auf der Suche nach einem Schönen platz zum Mittagessen. Am besten am Fluss. Da war auch ein Weg - kein Schild, wirklich. Und Anke sagte, ich können ruhig fahren. Elke war skeptisch, aber Anke so zuversichtlich und rückwärts war eh schon kaum mehr möglich und dann  - zu spät. Der Weg zuende, der Fluß noch nicht wirklich in Sicht-Scheiße. Das sieht nicht gut aus. Also besser nach links rüber unter dem Strommast parken. Das Auto neigte sich weningstens 45Grad (Ankes Einschätzung) fiel aber nicht um. Nun Rückwärts auf den Weg zurück und schnell weg hier.
Anke sammelte ein paar STeine die zur Not unter die rutschenden Reifen sollten. Erster Versuch - Reifen drehen durch. (Jaaa, wir hätten schon länger neue Reifen hinten gebraucht, nun hatten sie gar kein Profil mehr - auf Rasen ganz ungünstig bei der Steigung...). Schnell die Steine hinter die Reifen, 2. Versuch, Elke mit schlimm bibbernden Füßen auf Bremse und Kupplung, bei Versuch vorwärts zu beschleunigen hüpft das Auto rückwärts über die Steine dem Abgrund entgegen, dem Fluss ein wenig näher ... So war das nicht gemeint. Vorsichtig aussteigen, Steine unter alle Reifen. ICH GLAUBE WIR BRAUCHEN HILFE.
Oben an der Straße hielt das 2. Auto, fuhr uns zur nächsten Farm. Nach einer Stunde warten kam ein nicht sehr begeisterter Milchbauer, nahm uns in seinem 4WD mit. Ohne viele Worte befsteigte er das Seil, sagte irgendwas zu mir was ich nicht wirklich verstand, und den Wasserablauf so dicht am Boden - das würde er mir überlassen, ich würde ja lenken. Anke wollte das Drama nicht mitansehen und wartete oben an der Straße. Nach kurzem aufbäumen des 4WD als unser Auto ein Stück vom Weg abrutschte waren wir  zak oben an der Straße. 20Dollar an den Milchbauern und wir heilfroh, dass alles so gut ausgegangen... (also das ist natürlich die Kurzversion ...)

Die Rettungsaktion konnte leider nicht auf Fotos festgehalten werden, ein paar Eindrücke gibt es nur von vorher und nacher: